Face 2 Face: DAS Interview Format bei SportsBlog - Würzburg!


              Vol. 1 mit Mike Dellinger vom Würzburger FV (13.11.14)

Hallo Mike, zunächst einmal vielen Dank dass du dir die Zeit für dieses kurze Interview genommen hast.


Die erste Frage, wie läuft die Vorbereitung auf das kommende Heimspiel am Samstagmittag gegen den TSV Aubstadt und wie schätzt du eure Chancen ein?


Die Vorbereitung läuft gut. Wir trainieren intensiv und sind heiß auf das Spiel. Ich schätze unsere Chancengegen Aubstadt gut ein, weil wir selbst gut drauf sind und zudem sehr Heimstark.


Turbulente Wochen liegen hinter euch und dem Verein bzw. sind ja zum Teil immer noch im Gange. Wie hast du die ganze Situation der vergangenen drei Wochen erlebt, als die finanziellen Schwierigkeiten des WFV schlussendlich an die Öffentlichkeit gekommen sind?


Also rein sportlich gesehen waren die letzten drei Wochen top. Wir haben ordentlich Punkte geholt, die ganze Situation geht an einem aber nicht spurlos vorbei. Mich persönlich hat es geschockt was da letzten Endes alles heraus rausgekommen ist. Es ist eine schwere Zeit für den Verein, deswegen heißt es jetzt einfach zusammen halten. Das einzige was wir als Team dazu beisteuern können ist geilen Fußball zu spielen und die Leute dadurch zu animieren wieder zum WFV zu kommen.


Wie sehr hat euch die damit verbundene Unruhe im Umfeld des Vereins in eurer Arbeit auf dem Platz beeinflusst? Nimmt man mal das letzte Spiel in Amberg heraus, habt ihr trotz allem ja eine wirklich beeindruckende Serie hingelegt.


Wie schon gesagt, wir als junge Mannschaft haben das wirklich gut aufgenommen - in sportlicher Hinsicht...


Ich glaube es war gut so, dass das alles an die Öffentlichkeit gekommen ist, weil sich in der Mannschaft immer mehr Fragezeichen aufgetan haben. Das ständige warten auf unser Geld, keiner der mit uns wirklich geredet hat wie es weiter geht, so wussten letztendlich alle Bescheid und genau ab dem Zeitpunkt haben wir auch viel besseren Fußball gespielt, wie man an den Resultaten ja sehen kann. 


Es war wie ein Befreiungsschlag für uns.


Beim letzten Heimspiel gegen Haibach waren es seit längerer Zeit mal wieder an die 700 Zuschauer an der Mainaustraße. Das muss für euch als Team sicherlich ein tolles Gefühl gewesen sein oder?


Ja, es war ein richtig gutes Gefühl mal wieder für so viele Leute zu spielen. Wir haben auch sofort gemerkt dass sie hinter uns stehen wie der 12. Mann.


Der 4:0 Sieg gegen Haibach war für alle Zuschauer die hinter uns gestanden haben!


Was erwartest du für den Rest der Saison? Mit den zuletzt gezeigten Leistungen ist noch einiges möglich oder?


Also mein ganz persönliches Ziel vor der Saison war es 10 Tore zu m machen und da möchte ich nach wie vor daran festhalten.


Was das Team angeht,  sehe ich uns am Ende der Saison unter den besten sieben. Vorausgesetzt es kommt zu keinem weiteren Stress mehr wie vor ein paar Wochen.


Wie sehr nervt es einen als Spieler des WFV wenn man in der ganzen Stadt derzeit im Hinblick auf Fußball eigentlich nur noch vom „Verein am Dallenberg“ spricht, oder ist das für euch persönlich gar kein Thema und ihr konzentriert euch lieber auf euch selbst?


Für mich persönlich ist das gar kein Thema. Ich gönne meinen alten Mannschaftskameraden Joannis Karsanidis und Adrian Istrefi die Aufmerksamkeit. Ich konzentrier mich nur auf mich und mein Ziel welches ich mir gesteckt habe. 


Die Mannschaft denkt da ähnlich wie ich.


Gibt es zum Abschluss noch irgendetwas was du den BLAUEN da draußen in der Stadt für die nächsten Wochen und Monate mit auf den Weg geben möchtest? 


Der WFV hat zwar nicht das große Geld, ist  aber ein Verein mit Herz. Was gibt es schöneres, als einem Haufen junger Spieler zuzuschauen, die für jeden Sieg kämpfen. Deshalb unterstützt uns in unseren Heimspielen, ihr werdet es nicht bereuen!


Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück für das Heimspiel am Samstag gegen den TSV Aubstadt!