Würzburger Kickers besiegen den SV Heimstetten klar mit 4:1



4 : 1 

(1 : 0)



Kickers Würzburg: Wulnikowski - Weißenberger, Herzig (83. Nothnagel), Schoppenhauer, Demirtas - Billick, Vocaj - Lewerenz, Haller (68. Jabiri), Shapourzadeh - Bieber (74. Gutjahr)


Heimstetten: Krasnic - Wolfinger (62. Nappo), Toy, De La Motte, Ehret, C. Schmitt (88. Sträußl), Sefering, Hintermaier, Duhnke, Ünver (73. Olwa), Majdancevic


Tore: 1:0 Weißenberger (44.), 2:0 Shapourzadeh (46.), 2:1 Seferings (57.). 3:1 Shapourzadeh (81.), 4:1 Gutjahr (85.)


Schiedsrichter: Hanslbauer (Altenberg)  


Zuschauer: 2023


Die Würzburger Kickers kommen mit einem 4:1 Heimsieg gegen den SV Heimstetten erfolgreich aus der Winterpause. Die Tore für die Rothosen erzielten der gebürtige Würzburger Niklas Weißenberger, Kapitän Amir Shapourzadeh (zweimal) und der eingewechselte Nico Gutjahr. 


Kickers Trainer Bernd Hollerbach konnte bis auf Dennis Schmitt, der mit einem Wadenbeinbruch noch länger fehlen wird, auf alle Spieler des Kaders zurückgreifen. Winterneuzugang Nico Herzig kam zu seinem Pflichtspieldebüt und durfte von Beginn an ran. Er bildete mit Clemens Schoppenhauer die Innenverteidigung der bisher so stabilen Defensive. Dafür musste Niklas Weißenberger auf rechts, Christian Demirtas auf links ausweichen und Dominik Nothnagel auf der Bank Platz nehmen. Bei den Gegnern aus Heimstetten fand sich ein alter Bekannter in der Startelf wieder: Der gebürtige Würzburger Manuel Duhnke durfte im linken Mittelfeld ran. 


Die Partie begann wie gewohnt mit viel Ballbesitz der Kickers. Diese Dominanz sollte sich im ganzen Spiel widerspiegeln. Die Heimstettener waren lediglich auf Schadensbegrenzung aus und hielten sich weitest-gehend am eigenen Strafraum auf. Offensiv-Bemühungen waren kaum zu erkennen und äußerten sich meisten in langen Bällen, die im nichts landeten. Der einzige, der dem Offensivspiel der Gäste etwas an Kreativität und auch Aktivität verlieh, war Ex-FWK Spieler Manuel Duhnke.


Er war stehts bemüht, den Ball nach vorne zu spielen und konnte sich auch in den Zweikämpfen gegen seine ehemaligen Kollegen oft behaupten. Alles in allem eine sehr ordentliche Leistungen vom ehemaligen Kickers-Akteur. Bei den Würzburgern stach vor allem einer heraus: Steven Lewerenz agierte als stetiger Unruheherd und wirbelte die Gäste-Defensive über außen gehörig durcheinander. Die Verteidiger des SVH wussten sich meist nur mit Fouls zu helfen und so lag die Nummer 10 des FWK oft am Boden. Durch seine Dribblings kreierte er immer wieder gute Chancen für die Gastgeber, zudem waren seine Standards (wie üblich) immer gefährlich. Dies machte sich kurz vor der Halbzeit bezahlt, als Niklas Weißenberger nach einem akkurat getretenen Lewerenz Freistoß das 1:0 köpfte. Nach der Pause ging es direkt weiter: Kapitän Shapourzadeh schloss nur Sekunden nach Wiederanpfiff einen schönen Spielzug zum 2:0 ab. Spannend wurde es dann nur noch einmal, als die Gäste aus Heimstetten einen Freistoß in idealer Position zugesprochen kamen, welchen Simon Seferings unhaltbar ins linke obere Ecke beförderte.


Nach zwischenzeitlich leichtem Aufbäumen des SVH machten die Kickers in den letzten zehn Minuten schließlich den Sack zu: Zunächst traf der Kapitän noch einmal nach einem Konter und der Vorlage durch Adam Jabiri, ehe der zuvor eingewechselte Nico Gutjahr nach Vorarbeit vom ebenfalls von der Bank gekommenen Dominik Nothnagel den Schlusspunkt setzte. Zusammenfassend eine sehr überzeugende Leistung der Würzburger, die praktisch das ganze Spiel über dominierten und sich verdiente drei Punkte im Kampf um den Aufstieg in Liga 3 erkämpften. Debütant Nico Herzig konnte durchaus überzeugen, zeigte aber auch Härte und bekam gelb als er bei einem Tackling ausschließlich den Gegner traf.

Die Kickers sind nun bereits seit 15 Spielen ungeschlagen und haben ihren Vorsprung auf den TSV 1860 München II auf sechs Punkte ausbauen können. Die "Sechziger" hatten dieses Wochenende jedoch spielfrei. Der SV Heimstetten ist indes seit fünf Spielen sieglos und verweilt auf einem Relegationsplatz.

Text: M.R. / Fotos: Fupa.net