#MissionLiga3 – bekommt Würzburg den nächsten Handball-Spitzenverein?


Durch gutes Management und besonders durch leidenschaftliches Spiel hat sich die DJK Rimpar in Würzburg einen Namen gemacht. Weilte man vor einem knappen Jahrzehnt noch in der Landesliga, tritt die 7 von Coach Jens Bürkle nun bereits in ihrem zweiten Jahr in der 2. Bundesliga an und sorgt dort für beachtliche Erfolge.

Einen ersten Schritt in Richtung Leistungssport möchte auch die DJK Waldbüttelbrunn machen. Seit 2003 wird hier, mit Ausnahme von zwei Landesliga-Saisons, durchgehend Bayernliga-Handball geboten. Das begeistert die Zuschauer, denn Waldbüttelbrunn ist seit Jahr und Tag das kleinste Dorf in der viert-höchsten Spielklasse. Seit Trainer Karoly Kovacs das Zepter auf der Trainerbank schwingt, bekommt der Verein zunehmend an Beachtung auch außerhalb von Würzburg, und das zurecht, denn Kovacs leistet so gute Arbeit, dass es in den letzten Jahren steil bergauf ging. 


Das Resultat wurde letzte Saison sichtbar, als dem Würzburger Vorortverein die beste Saison der Vereinsgeschichte gelang und man auf dem zweiten Platz in der Bayernliga abschloss. Die logische Steigerung ist somit das Ziel „Aufstieg in die dritte Liga“, formuliert  von allen DJK-Verantwortlichen. Somit hat Waldbüttelbrunn seit nunmehr einem halben Jahr die Aussicht auf Leistungssport im 4000-Einwohner-Dorf. Doch wie läuft es diese Saison? Ist das Ziel realisierbar?

Saisonstart nach Maß

Zu Beginn der Saison verstärkte sich Waldbüttelbrunn richtungsweisend. Eigengewächs Lukas Lutz kam vom Proficlub HSC 2000 Coburg zurück, wo er studiumsbedingt spielte. Kreisläufer-Kante Matthias Grünert, der von Bundesliga-Aufsteiger HC Erlangen kam, also im vorigen Jahr zweite Bundesliga spielte, gibt dem DJK-Angriffsspiel zusätzlich ein neues Niveau. Auch Abwehrchef Christian Häckner aus Rödelsee kam aus der dritten Liga und brachte somit einiges an Erfahrung mit.


Dementsprechend begann die Saison. Waldbüttelbrunn feierte Kantersiege gegen alle möglichen Liga-Konkurrenten. Auf der Homepage des TSV Ismaning war sogar zu lesen, dass man unschlagbar wäre, wenn man auch nur annähernd das Niveau hält. Schnell kristallisierte sich heraus, dass der einzige Aufstiegskonkurrent der Absteiger SV 08 Auerbach sein sollte, der ebenfalls einige im Handball bekannte Namen in seinen Reihen hat. Der entscheidende Termin der Hinrunde sollte also der 29.11.2014 sein, der Tag des Aufeinandertreffens der beiden Spitzenteams – dachte jeder, auch von der DJK. Vielleicht unterschätzte man deswegen den TSV Unterhaching in der Generalprobe zum Auerbach-Spiel und unterlag deshalb nach einer unglücklichen Leistung gegen den Münchener Verein.

Dies heizte die Gemüter jedoch umso mehr auf für den Showdown gegen Auerbach in der Ballsporthalle. Auch die Aufmachung war eines Spitzenspiels würdig. Fast 600 Fans, darunter an die 100 Auerbacher, sorgten für eine Wahnsinns-Atmosphäre und waren auch von der professionellen Darbietung der Show-Abteilung der DJK begeistert. Auch das Spiel hielt, was es versprach. Es entwickelte sich ein unglaublich hochklassiges Match zweier Vereine, die definitiv nicht in die Bayernliga gehören. Alles spitzte sich auf den letzten Angriff zu, und als das Waldbüttelbrunner Eigengewächs Julian Stumpf unter Zeitdruck sprang und den Ball ins Netz beförderte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr, denn das Resultat war ein 23:22-Sieg der DJK. 


Somit stand fest: der Aufstieg ist möglich, vielleicht sogar noch näher, als man sich das vor der Saison erwünscht hatte. Als Herbstmeister hat Waldbüttelbrunn eine perfekte Ausgangslage, um die Tabellenführung über die Runden zu bringen. Leider erkrankte Leistungsträger und Kapitän Manuel Feitz, der noch einige Zeit ausfallen wird. Auch sein kongenialer Partner auf der Rückraum-Mitte-Position Jojo Szentgyörgy aus Ungarn verletzte sich. Die Mannschaft der „Sumpfler“ trotzte aber mit mannschaftlicher Geschlossenheit und besiegte ohne Spielmacher sogar den Tabellendritten, HC Erlangen II. 

Wird der Traum vom Aufstieg Wirklichkeit?

Wie sich die Saison ohne Feitz, der noch einige Wochen ausfallen wird, entwickelt, wird man sehen. Es ist jedoch anzunehmen, dass bis zum absoluten Showdown in Auerbach am 14.02.2015 beide Teams keinen Punkt mehr abgeben werden. Ein Doppeldecker-Fanbus wird die Waldbüttelbrunner zum wahrscheinlich wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte begleiten (Anmeldung hier). 


Man darf gespannt sein, ob sich das große Ziel, der Aufstieg in die dritte Liga realisieren lässt. In Waldbüttelbrunn wird alles dafür getan. Kommen auch Sie zu den Heimspielen und feuern sie das regionale Team an, für den Leistungssport vor Ihrer Haustür!

Neugierig geworden? Super! Hier gibt es noch mehr Infos

 

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Text: DJK / Bilder: Hupp Fotografie


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