s.Oliver Baskets wahren ihren Heimnimbus

74:61

(20:19, 18:14, 18:14, 18:14)


s.Oliver Baskets:

Carlos Medlock 24 Punkte/1 Dreier (8 Rebounds), Sebastian Betz 14/2 (9 Rebounds/7 Assists), Darren Fenn 13/1, Jason Dourisseau 10 (7 Rebounds), Samme Givens 5, Dennis Tinnon 3, Christian Hoffmann 3/1, Max Ugrai 2, Ole Wendt, Donovan Morris.


Hamburg Towers:

Terry Thomas 15 Punkte/1 Dreier, Vincent Kittmann 12 (8 Rebounds), Benjamin Fumey 11/1, Rob Ferguson 10/2, Will Barnes 7/1, Michael Wenzl 4 (8 Rebounds), Bazoumana Kone 2, Daniel Hain, Andre Murillo.


ProA Tabellenführer s.Oliver Baskets behält auch nach dem sechsten Heimspiel in dieser Saison seine weiße Weste. Vor erstmals ausverkauften Haus seit dem Abstieg aus der Beko Basketball Bundesliga - 3.140 Zuschauer – waren in die s.Oliver Arena gekommen, besiegte man das Team von Liganeuling Hamburg Towers mit 74:61. Dabei war das Ergebnis am Ende klarer, als der Spielverlauf über die 40 Minuten hätte vermuten lassen.

Der Aufsteiger von der Elbe begann forsch und unbeeindruckt von der Atmosphäre in Würzburgs einst so gefürchteter Turnhölle und lag fast das komplette erste Viertel in Führung, zwischenzeitlich sogar mit 10 Punkten nach gut fünf gespielten Minuten (4:14). Das veranlasste Baskets Cheftrainer Doug Spradley folgerichtig zu seiner ersten Auszeit. Diese fruchtete auch sofort und die Gastgeber konnten ihrerseits einen 6:0 Zwischenlauf zum 10:14 starten (4:21 Minuten vor dem Ende des 1.Viertels). 

 

Wer nun geglaubt hatte das Spiel würde seinen gewohnten Gang gehen und die Baskets würden ihren Gegner nun in alle Einzelteile filetieren, der musste sich schon nach zwei Minuten in Durchgang zwei eingestehen, dass dies am heutigen Abend wohl eher nicht der Fall sein wird. 


 

Doch auch in der Folge machten die Hamburger den deutlich wacheren und aggressiveren Eindruck und so lagen sie fast das komplette erste Viertel durchweg in Front, bis ja bis Würzburgs Energizer Sebbo Betz mit einem Dreier das Ergebnis quasi mit dem Buzzer auf 20:19 für Würzburg stellte. Die Halle war zu diesem Zeitpunkt erstmals nach sehr langer Zeit wieder ein richtiges Tollhaus.


Alles in allem war es dann hauptsächlich Baskets Playmaker Carlos Medlock zu verdanken, der das Zepter im zweiten Viertel in seine Hände nahm und dem Spiel seinen Stempel aufdrückte,  dass das Spiel aus Baskets Sicht bis zur Pause in etwas ruhigeres Fahrwasser gelangte. Mit insgesamt 11 Punkten trug er maßgeblich dazu bei, dass Würzburg zur Halbzeit mit 38:33 in Führung lag.

Schaut man sich den Statistikbogen zur Pause an, dann muss man klipp und klar sagen, dass alleine die deutliche Überlegenheit bei den Rebounds (20:12) sowie die Anzahl der Freiwürfe samt Trefferquote (10/14 im Gegensatz zu 4/6 bei Hamburg) die doch eher katastrophal hohe Anzahl an Ballverlusten (12) ausglich und für die Pausenführung der Baskets sorgte.


Das dritte Viertel war dann mehr oder weniger eine Kopie des zweiten Viertels, nicht nur beim Viertelergebnis (erneut 18:14 für Würzburg) sondern auch bei der Art und Weise wie dieses zustande kam. Hamburg foulte was das Zeug hielt, bis zum Ende des dritten Viertels hatte man bereits 19 Fouls gesammelt und Würzburg durfte an die Freiwurflinie. Dass das Spiel nicht schon zum Ende dieses Viertels seine Entscheidung gefunden hatte, lag zum einen an der deutlich schlechter werdenden Freiwurfquote der Baskets (nur 5/10 in diesem Viertel, zuvor 10/14) und am nicht enden wollenden und aufopfernden Kampf der Gäste, welchen man an dieser Stelle ein großes Kompliment machen muss. Aus meiner Sicht waren die Towers, stand heute, der bisher beste Gegner den die Baskets in dieser Saison in der s.Oliver Arena zu Gast hatten.

Auch der Schlussabschnitt verlief in die gleiche Richtung und die s.Oliver Baskets konnten letzten Endes einen sicherlich hart erkämpften, aber zu keiner Zeit wirklich ernsthaft gefährdeten 74:61 Erfolg nach Hause bringen.


Topscorer der Begegnung war US-Boy Carlos Medlock mit 24 Punkten. Zudem sammelte Würzburgs #3 8 Rebounds und klaute den Towers zwei Mal den Ball. Was dabei allerdings auch erwähnt werden muss, ist die Tatsache dass er seinerseits vier Mal den Ball verlor und keinen einzigen Assist verteilte. Das ist für einen Playmaker eine eher magere Bilanz, soll seine Leistung aber in keinster Weise schmälern.


Weitere Key-Stats für den Sieg der Baskets:


- Rebound Duell mit 44:34 klar gewonnen (davon alleine 17 Offensivrebounds)


- die Foulstatistik (14:27) und die daraus resultierende Anzahl an Freiwürfen (31:6 !!!) 


Die Stimmen der Coaches zum Ausgang der Partie:


Douglas Spradley (s.Oliver Baskets): 

„Wir hatten mal wieder eine Woche, in der im Training viele Spieler gefehlt haben. In dieser Situation ist es sehr schwierig, die Mannschaft weiterzuentwickeln. Ich bin zufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben. Definitiv nicht zufrieden bin ich mit unseren 20 Ballverlusten, die wir aber mit den 17 Offensivrebounds gut kompensieren konnten. Im Moment entwickeln wir uns nicht weiter, das müssen wir ändern, sobald wir eine einigermaßen gesunde Mannschaft haben. Die Jungs haben aber wieder einen Weg gefunden, das Spiel zu gewinnen. Hamburg hat teilweise härter gespielt als wir, aber in der entscheidenden Phase waren wir besser. Wir haben mit noch mehr Motivation und Energie gespielt und konnten das in der richtigen Situation ausnutzen.“


Hamed Attarbashi (Hamburg Towers):

„Glückwunsch an Würzburg zum Sieg. Sie haben sehr gut gereboundet. Die 17 Offensivrebounds sind eine Menge, dadurch hatten sie viele zweite Wurfchancen. Wir haben da nicht gut genug dagegen gehalten. Außerdem haben wir es nicht geschafft, häufiger an die Freiwurflinie zu kommen. Das war schon in vielen Spielen der Fall, das müssen wir schleunigst ändern. Würzburg hat verdient gewonnen, weil sie in den letzten drei Minuten sehr clever gespielt und gute Entscheidungen getroffen haben.“


Text & Fotos: F.L.

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