s.Oliver Baskets empfangen ProA Neuling aus Hamburg

Beko BBL Absteiger s.Oliver Baskets trifft am morgigen Samstagabend auf den Liganeuling aus der Freien Hansestadt Hamburg, die Hamburg Towers (Tipp Off 19 Uhr).

 

Das Abenteuer Profi Basketball startete mit dem Projekt der Hamburg Towers in dieser ProA Saison, begünstigt durch eine Wildcard, völlig neu und kann sich bisher durchaus sehen lassen.

 

Doch auch über das Sportliche hinaus scheinen die Towers längst in der Hamburger Sportszene angekommen zu sein. Zu den bisherigen vier Heimspielen in dieser Saison kamen insgesamt stolze 10.000 Zuschauer, was einem Schnitt von 2.500 Zuschauer pro Partie entspricht. Das macht in der Zuschauertabelle der Zweiten Basketball Bundesliga - ProA aktuell, wie auch in der Ligatabelle, Platz fünf. Hierbei muss allerdings noch berücksichtigt werden, dass die Towers die ersten vier Matches der Saison in der Fremde antreten mussten, da die eigene „InselPark-Halle“ noch nicht komplett fertig gestellt war und somit die anderen Teams der Liga bereits ein oder sogar zwei Heimspiele mehr auf dem Konto haben.  

 

Aus sportlicher Sicht läuft die Saison für das Team von Hamburgs Head Coach Hamed Attarbashi bislang absolut nach Plan. Mit sechs Siegen aus den ersten 10 Saisonspielen stehen die Towers aktuell auf Rang fünf des ProA Tableau. Auch deshalb kann man am Sonnabend ganz beruhigt nach Unterfranken reisen und das Spiel ohne jeglichen Druck angehen. „Würzburg spielt sehr konstant auf einem hohen Niveau – und das trotz zahlreicher Verletzungen. Die sportliche Leitung um Cheftrainer Douglas Spradley macht einen tollen Job“, sagt Hamburgs Cheftrainer Attarbashi im Vorfeld der Begegnung.

 

Kampflos geschlagen geben werden sich die Towers aber ganz sicher nicht. Man wird versuchen dem großen Favoriten aus der Domstadt so lange wie möglich Paroli zu bieten und nach Leibeskräften zu ärgern. Was dann am Ende dabei raus kommt weiß man im Sport ja bekanntlich eh nie, eine Sensation wäre ein Erfolg der Hamburger aber keines Falles, eine Überraschung jedoch schon.

 

Besonderes Augenmerk müssen die Hausherren beim Vorhaben den nächsten Heimsieg einzufahren in jedem Fall auf Hamburgs Top-Scorer Will Barnes legen. Der 26-jährige US-Amerikaner erzielte bislang in durchschnittlich 27 Minuten Einsatzzeit starke 14,8 Punkte und zwei Assists pro Spiel. Auch der Beko BBL erfahrene Centerspieler Michael Wenzl (vormals ratiopharm ULM und Artland Dragons), welcher in der letzten Saison ebenso wie Würzburgs Jeremy Dunbar zum ProA Meisterteam der BG Göttingen gehörte, ist mit seinen 11,2 Punkten und 7,2 Rebounds pro Partie eine wichtige Stütze der Towers.

 

Für die Würzburger wird das Duell mit den Hamburgern wohl eines der attraktivsten Heimspiele der Saison, das sieht man alleine schon daran, dass die Halle erstmals in dieser Saison ausverkauft sein wird.

 

Personell bleibt die Lage bei den s.Oliver Baskets weiter angespannt, ein Ersatz für den wohl längerfristig ausfallenden US-Boy Stefan Jackson ist noch nicht gefunden. Wenigstens ist Center-Oldie Darren Fenn, der beim Auswärtsspiel in Jena von seinem litauischen Gegenspieler Mantas Virbalas einen Schlag ins Gesicht bekommen hatte und daraufhin das Spiel in der zweiten Hälfte wegen einer daraus resultierenden Platzwunde inkl. Gehirnerschütterung nicht weiter fortsetzen konnte, wohl wieder mit von der Partie sein. Ein Ausfall Fenns wäre selbst für den tief besetzten Kader von Head Coach Doug Spradley wohl kaum zu kompensieren.

 

Die Baskets werden von Beginn an sehr konzentriert und fokussiert in die Begegnung gehen müssen und etwaige Leistungsschwankungen während dies Spiels, wie schon häufiger in dieser Saison gesehen, vermeiden müssen um den nächsten Sieg für ihre „Mission Wiederaufstieg“ einfahren zu können.

 

Sprungball der Begegnung ist am morgigen Abend um 19 Uhr in der s.Oliver Arena zu Würzburg. Ein Trost für alle Baskets Fans die keine Karten mehr für die Partie bekommen haben und auch für die zahlreichen Hamburger Fans, welche aufgrund der weiten Anreise lieber an der Elbe geblieben sind: das Spiel wird, wie alle Heimspiele der Baskets, wieder per Livestream übertragen.


Text: F.L.

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