Kickers mit 2:0 Sieg im letzten Heimspiel des Jahres!

 Regionalliga Bayern

2:0 (1:0)

20. Spieltag


FWK: Wulnikowski – Demirtas, Velkov, Schoppenhauer, Nothnagel – Billick, Vocaj – Lewerenz (68. Duhnke), Gutjahr (52. Schmitt), Shapourzadeh (90. Diroll) – Bieber.

 

FCN:  Radlinger – Bihr, Hovland, Bulthuis, Keller (46. Pötzinger) – Erras, Preißinger – Knezevic, Ott (72. Wießmeier), Wolf (72. Spies) – Ademi.

 

Tore: 1:0 Nico Gutjahr (21. Minute), 2:0 Christopher Bieber (65. Minute)

 

 

Besondere Vorkommnisse: 5. Gelbe Karte für Steven Lewerenz (nächstes Spiel gesperrt)

 

 

Zuschauer: 2610

 

Zu Spielbeginn dürften sich die meisten der 2610 Zuschauer in der Würzburger „flyeralarm-arena“ verwundert die Augen gerieben haben, denn nicht der aktuelle Tabellenführer und Herbstmeister der Regionalliga Bayern aus Würzburg sondern die Gäste vom Valznerweiher aus Nürnberg waren die tonangebende Mannschaft. Der „kleine“ Club, verstärkt mit den Zweitliga Akteuren Even Hovland (vierfacher norwegischer Nationalspieler), Niederländer Dave Bulthuis und Manuel Bihr (kam in dieser  Saison auf bislang sechs Zweitliga-Einsätze) hätte bereits in der vierten Spielminute mit 1:0 in Führung gehen müssen, doch Nürnbergs Mike Ott fand in Kickers Keeper Robert Wulnikowski seinen Meister. Alles in allem hätten sich die Hausherren über einen Rückstand nach den ersten 20 Minuten wahrlich nicht beschweren dürfen, denn bis zu diesem Zeitpunkt agierten die Hausherren viel zu zögerlich und hatten auch keine ausreichende Bewegung in ihrem Spiel.

Doch eine alte Fußball-Weisheit besagt ja bekanntlich:  „Wer vorne seine Chancen nicht rein macht, der bekommt hinten irgendwann die Quittung“ und genau so kam es dann auch.


Einen Fehler im Aufbauspiel der Nürnberger Zweitliga-Reserve nutzte der an diesem Tag wohl beste Würzburger Steven Lewerenz. Erst fing er den Ball ab, dann zündete er den Turbo und zog schlussendlich von der Strafraumkante ab. Diesen Schuss konnte Nürnbergs Keeper Samuel Radlinger – seines Zeichens die Nummer drei im Profi Kader des Clubs – zwar noch parieren, gegen den Nachschuss von Nico Gutjahr hatte er dann allerdings keine Chance mehr und so stand es in der 21. Spielminute plötzlich 1:0 für die Würzburger Kickers. Etwas überraschend und schon auch schmeichelhaft zu diesem Zeitpunkt.

Das Tor hinterließ bei den jungen Club Akteuren dann auch seine Wirkung. Das bis zu diesem Zeitpunkt famose, weil schnelle und direkte Angriffsspiel der Gäste fand ab diesem Zeitpunkt nur noch selten statt. Die Rothosen hingegen hatten das Geschehen nun ganz klar im Griff und verwalteten den Vorsprung gekonnt. Quasi mit dem Pausenpfiff hätte man dann eigentlich auch noch das zweite Tor machen MÜSSEN, doch Steven Lewerenz konnte den Ball völlig frei stehend aus elf Metern nicht im Tor der Clubberer unterbringen.


Gleiches Bild dann auch in Halbzeit zwei. Die Gäste konnten ihr schnelles Direktspiel nicht mehr auf den Rasen bringen, was unter anderem auch an dem einmal mehr glänzend aufgelegten Abwehrchef Clemens Schoppenhauer lag, der die Abwehr der Kickers einmal mehr sehr abgeklärt und ruhig organisierte. 

 

Doch stand es eben weiterhin „nur“ 1:0 für die Kickers, was im Fußball ja bekanntermaßen ein sehr knappes wie auch trügerisches Ergebnis ist. Die Anfangsphase noch vor Augen, wussten die Fans am Dallenberg auch, dass eine einzige Aktion der Gäste das Spiel zum kippen hätte bringen können.

Ausgerechnet Kickers Serien-Knipser Christopher Bieber, in den letzten sieben Spielen allerdings torlos geblieben, konnte in der 65. Minute mit seinem 15. Saisontreffer die Nerven der eigenen Anhänger und sicherlich auch die seines Trainers Bernd Hollerbach beruhigen. In für ihn typischer Art und Weise drückte er den Ball nach einer Parade von Gäste Keeper Radlinger aus kürzester Distanz ins Netz. Böse Zungen im Stadion meinten, aufgrund der bis dato andauernden Torflaute des Kickers Stürmers, dass dieser den Ball aus dieser Position gar nicht mehr hätte vorbei schießen können. 


Wer trifft hat recht, so einfach ist das.

Damit war das Spiel natürlich endgültig entschieden und der nun insgesamt 15 Kickers Sieg im 20. Saisonspiel unter Dach und Fach. Außerdem blieb die Kickers Abwehr um Keeper Robert Wulnikowski zum nun schon insgesamt 12. Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Das ist ebenso Ligabestwert wie die erst neun Gegentore der Rothosen in dieser Saison.


Einziger Wehrmutstropfen der Partie war die fünfte gelbe Karte für Kickers Mittelfeldmotor Steven Lewerenz, der damit im kommenden Auswärtsspiel in Memmingen zuschauen muss.

 

Die Stimmen der Trainer:


Roger Prinzen (Trainer 1. FC Nürnberg II): "In den ersten 20 bis 25 Minuten waren wir die bessere Mannschaft und hatten auch die besseren Chancen. Mit einem klaren Fehler ermöglichen wir den Kickers das Tor zum 0:1. Würzburg ist im Konterspiel top. Nach dem 0:2 war dann alles dahin. Wir haben dann nach vorne auch zu wenig gemacht."


 

Bernd Hollerbach (Trainer FC Würzburger Kickers): "Es war nicht einfach gegen einen Gegner, der die letzten drei Spiele ungeschlagen war. Auch heute war es wieder ein starkes Spiel der Nürnberger. Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht und verdient gewonnen."

 

Damit verabschieden sich die Kickers von ihrem Heimpublikum in die lange Winterpause bis zum Heimspiel gegen den SV Heimstetten am 07. März 2015. Bis dahin müssen die Hollerbach-Mannen allerdings erst noch die beiden Auswärtsspiele in Memmingen (9.) am 22.11. und in Burghausen (16.) am 28.11. bestreiten.


 

Zudem steht am Sonntag, den 30.11.2014 noch das Benefizspiel für den finanziell angeschlagenen Stadtrivalen Würzburger FV auf dem Plan.

 

(Text: F.L. / Fotos: Silvia Gralla)

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